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Dienstag, 15. Mai 2018

Pokalfieber: Anel Dzaka und Fatih Cift im Pressegespräch

Die Trainer beider Finalisten stellten sich den Fragen der Journalisten

Bild:
Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher/Didi Mühlen

Bevor am Pfingstmontag der Ball rollt, wurde erst einmal gesprochen – und das nicht zu knapp. Rund eine Stunde dauerte die Pressekonferenz, zu der der Fußballverband Rheinland vor dem Pokalendspiel zwischen TuS Koblenz und Rot-Weiß Koblenz geladen hatte. Im Mittelpunkt des Pressegesprächs: Anel Dzaka und Fatih Cift. Die beiden Trainer über…

…ihre Vorfreude auf das Finale:

Anel Dzaka (TuS Koblenz): Das Endspiel ist für die ganze Stadt eine tolle Sache. Jeder Einzelne von uns freut sich auf das Finale. Wir haben in den letzten Wochen gesehen, wie toll unsere Fans sind. Dafür ein großes Kompliment. Ich bin davon überzeugt, dass sie am Montag ein schönes Fest aus dem Spiel machen werden.

Fatih Cift (Rot-Weiß Koblenz): Es kann eigentlich nichts Schöneres geben. Dieses Finale ist etwas ganz Besonderes. Wir sollten dieses Spiel wirklich dazu nutzen, um es einfach zu genießen. Es ist eine einmalige Sache, darauf sollten sich alle freuen.

…ihre Mannschaft:

Dzaka: Ich bin stolz auf meine Jungs. Wir haben eine Mannschaft mit tollen Charakteren und einer tollen Mentalität. Was die Truppe in den letzten Monaten geleistet hat, ist sensationell. Wir glauben an uns und wollen natürlich den Pokal gewinnen.

Cift: Wir sind ein Oberligist mit einem kleinen Etat. Dennoch bin ich mit dem, was ich habe, absolut zufrieden. Meine Jungs haben eine super Einstellung. Beim Pokalfinale werden wir versuchen, uns bestmöglich zu präsentieren und das Unmögliche vielleicht doch möglich zu machen.

…den Gegner:

Dzaka: Ich habe die Rot-Weißen in dieser Saison des Öfteren live gesehen, das letzte Mal vor zwei Wochen. Fatih und ich sind gut befreundet, wir kennen uns schon seit Jahren. Er ist ein Fuchs und macht einen tollen Job bei Rot-Weiß. Ich habe großen Respekt vor dem Gegner. Einige Spieler in der Mannschaft haben die Qualität, um in der Regionalliga zu spielen. Davon bin ich überzeugt.

Cift: Bei der TuS sind viele gute Jungs dabei, die über eine Menge Regionalligaerfahrung verfügen und teilweise sogar in der 3. Liga gespielt haben. Das letzte Mal live habe ich sie gegen Waldhof Mannheim gesehen, weil es sonst terminlich einfach nicht gepasst hat. Aber ich habe Videomaterial zur Verfügung gestellt bekommen. Doch du kannst die Aufnahmen noch so genau studieren: Am Ende entscheiden die Spieler auf dem Platz.

…den finanziellen Aspekt eines möglichen Titelgewinns:

Dzaka: Natürlich kann jeder Verein das Geld gut gebrauchen. Wir im Trainerteam konzentrieren uns aber nur auf das Sportliche. Alles andere hat keinen Sinn und bringt nichts.

Cift: Anel hat es schon gesagt: Wir müssen uns auf das Sportliche konzentrieren. Aber es ist natürlich auch kein Geheimnis, dass wir nicht im Geld schwimmen. Als Trainer würde ich mir wünschen, dass wir auch mal ein bisschen mehr ausgeben könnten. Gerade infrastrukturell haben wir erhebliche Probleme. Ich bezeichne uns immer als Nomaden und Wanderer, weil wir keinen eigenen Platz haben. Das ist natürlich suboptimal.

…die Favoritenrolle:

Dzaka: Im Finale gibt es keinen Favoriten. Kleinigkeiten werden die Partie entscheiden, es ist ein Fifty-fifty-Spiel. Natürlich wollen wir das Finale gewinnen, aber das wollen die Rot-Weißen auch. Wir wissen, dass es ein schweres Spiel wird. Im Vergleich zu den letzten Wochen dürfen wir keinen Prozentpunkt nachlassen. Ich hoffe, dass wir uns am Ende belohnen können. Denn das haben sich die Jungs verdient.

Cift: Die TuS geht favorisiert ins Endspiel. Dafür ist der Unterschied zwischen Regionalliga und Oberliga einfach zu groß. Ich denke, dass die TuS aktuell unter Anel eine gute Regionalligamannschaft stellt, wir sind dagegen eine gute bzw. durchschnittliche Oberligatruppe. Uns ist bewusst, dass es verdammt schwer wird. Dennoch hat man immer eine kleine Chance. Diese wollen wir natürlich nutzen.

…die Brisanz des Stadtduells:

Dzaka: Fast die gesamte Mannschaft von Rot-Weiß war früher mal bei der TuS. Mit einigen habe ich sogar noch zusammengespielt. Natürlich werden die Spieler von Rot-Weiß heiß sein. Aber ich kann versprechen: Auch wir sind heiß und werden alles in die Waagschale werfen.

Cift: Wenn zu viele Emotionen im Spiel sind und man zu motiviert ist, dann passieren schnell Dinge, die man sonst nicht machen würde. Ich muss von meinen Spielern erwarten können, dass sie sich auf das Wesentliche konzentrieren und die Emotionen komplett ausblenden. Ich hoffe, dass sie das hinbekommen.

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